Botho Graef (1857-1917) - Archäologe, Kunsthistoriker und Mentor des 1903 gegründeten Jenaer Kunstvereins - spielte als Kunstmäzen zu Beginn des 20.Jahrhunderts über die städtischen Grenzen Jenas hinaus eine bedeutende Rolle. Er war neuesten Entwicklungen der Kunst gegenüber äußerst aufgeschlossen. Seinen Anregungen verdanken Universität und Stadt hochkarätige Kunstwerke von Ferdinand Hodler, Henry van de Velde und Auguste Rodin. Mit seinen exzellenten Vorträgen, kritischen Rezensionen zu moderner Kunst und anspruchsvollen Ausstellungen im Jenaer Kunstverein prägte er darüber hinaus entscheidend das geistige Klima der Stadt vor dem ersten Weltkrieg.
 
Der Kunstpreis der Stadt Jena ist Botho Graef gewidmet, da jedes Engagement für aktuelle junge Kunst sein Wirken fortsetzt.
 

Aktuelles
 
Der Botho-Graef-Kunstpreis 2012 widmet sich der künstlerischen Aufwertung des Gartens der Villa Rosenthal in Jena. Genauer gesagt, geht es um den südlichen Teil des Gartens, der sich durch seine Beschaffenheit nicht in den harmonischen Gesamteindruck der Anlage einfügt und deshalb für eine künstlerische Bearbeitung freigegeben werden soll. Ziel ist es, diese Fläche, die sich gleich neben der Einfahrt zur Villa befindet und den ersten Eindruck von der Gesamtanlage entscheidend mit prägt, gemäß den Intentionen des Hauses, Kunst einen neuen Lebensraum zu geben, neu zu gestalten. Am Ende des mehrstufigen Wettbewerbes sollen realisierbare Entwürfe mit Modellen vorgelegt werden, aus denen eine fünfköpfige Fachjury den Siegerentwurf ermittelt. Es besteht die Option der Realisierung des erstplatzierten Entwurfes in 2013/2014.

Mit der Auslobung verbunden sind ein Künstlerseminar sowie eine Ausstellung in der Villa Rosenthal.
 

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